Dienstag, 12. September 2006

Dienstag

maryjbligeIch lade den iPod. Dann kann ich nachher ungestört arbeiten. Hoffentlich. Zuviel Gerede in einem kleinen Raum. Ich müsste die Musik auch neu sortieren. Dem Shuffle wirds egal sein, also kein Grund zur Hektik...

Im Cafe
Im Coffee Fellows tönt, ja wie heisst sie nur: Mary J. Blige. Ich habe "No more drama", eine ältere CD von ihr. Und eine Single, im Duett gesungen. "911" mit Wyclef Jean. Memo an mich: CD wieder anhören. CDs auch ornen. Viele sind durcheinander geraten: wenn wir sie mit ins Auto nehmen, leere Hüllen bleiben zurück. Mit dem neuen iTrip sollte das ein Ende haben. Leider wars zu schwach. die Musik kam oft nur unscharf durch und brauchte eine besondere Ausrichtung auf der Zwischenablage. Verrutscht? Und schon war die Musikeinspielung weg. Nur noch Kratzen und Knarren.

Heute Morgen aber gab's kein Kratzen und auch kein Knarren, aber ein Knistern. Unterwegs in der kleinen Strasse, der Mannheimer, die meinen Eltern von unserer Gegend am Besten gefällt. Eine kleine ruhige Strasse mit älteren Reihenhäusern. Kuschelig, beschaulich, zugewachsen. Ein Zuhause. Ein teures Zuhause: das Reiheneckhaus wurde letztes Jahr verkauft für 1 Mio. Puh! Heute knisterte es an allen Ecken und Enden. Vögel brechen ihre Körnchen auf, Eichhörnchen drehen Nüsse und Tannenzapfen in ihren Händchen und bearbeiten die köstliche Frucht. Spechte klopfen ihren Morgengruss. Hach! Ist das schön. Mein Weg führt mich an meinem Wunschbaum vorbei, drunter stehen bleiben? heute nicht. Bald wird die Weide ihre Farbe wechseln, schwer von der feuchten Luft im Spätherbst sich immer tiefer neigen. Irgendwann wird sie die Blätter loslassen und Platz für den Schnee machen.

Ach, es ist herrlich hier!
So intensiv habe ich Natur nur in Urlaubsorten wahrgenommen. Wenn es so viele schöne, aufregende Details zu entdecken gibt. Wenn man sich immer wieder dran erinnern kann. "Atme!" Tu dir gut. Schau dir den blauen Himmel an. Er meint es gut mit dir. Wenn wir uns heute wieder ans Seehaus setzen. Mittenrein und dichtgedrängt. Ganz nah ans Wasser, wo das Getiers Spalier schwimmt. Essen? Gibts was zu essen? Schnatter und Getöse. Füttern verboten! steht wohl auf einem Schild angeschrieben. Aber wer kümmert sich hier schon drum. die Alte Dame, ganz in weiss. Jedenfalls nicht. Sie läuft in ihrem Papst T-Shirt seit Freitag am Ufer entlang. Mit Tüten, prall gefüllt. Füttern verboten! Will ich ihr entgegen rufen. Sie sind doch keine 5 mehr!

fuettern_verboten_kl
Wenns kleine Kinder tun. Aber sollten es Erwachsene nicht besser wissen? Aber was eigentlich genau? Ich denke mir, dass es im Sommer genug Insekten gibt, die sie fressen können. Natürlich Gewachsenes, das sie vertilgen können. Klar, die Gänse machen sich weiträumig über das Gras her. Sie zupfen es so tief ab, so niedrig, dass in weiten Bereichen nur die blanke Erde übrig bleibt. Ist das besser? Ich denke mir, dass Brot und was auch immer Ratten anzieht, und die will man ja gerade nicht füttern und aufziehen... So gesehen ein paar Ecken weiter, auf meiner Jogging Runde, gleich neben dem Bächlein das Schild: "Achtung, Rattengift!" Schützen Sie Ihre Hunde.

Die kleinen Alltagsdinge
die ich für mich schon nicht entscheiden, nicht lösen kann. was ist besser? Was gut? Ein ganzes Buch darüber gesehen: der Journalist im Selbstversuch. Ein Jahr lang, ethisch leben, was heisst das? Sich zumindest fragen, ob etwas gut ist. Minimalanforderung. über die Schulter geschaut und beraten haben 4 Experten, was sie waren, weiss ich nicht mehr. Gipfel der Beratung: er soll kein eigenes Kind mehr zu zeugen, sondern eines aus China zu adoptieren... Das beschied er aber mit nein. Aber der Komposthaufen im Garten, mit übers Internet bestellten Würmern, das Stromsparen und die Obst und Gemüse frage: woher kommt es? Wie weit wurde es transportiert? Lässt ihn bewusster leben, auch nach dem Selbstversuch, Haltungen, die er auch weiter durchführt.

Ich merke häufig, dass ich Dinge nicht mehr geniessen kann, nur weil ich an die Verschwendung denke. An die Folgen für die Umwelt. Das Duschen am Morgen: Ich denke daran, wie viel Wasser (zuviel?) jetzt in den Abwasserkanal rauscht. Abstellen, zwischendrin. Nicht zu lange fliessen lassen. Genügt! Eine Flasche Nagellackentferner schleppe ich seit 10 Jahren über die Umzüge mit. Wohin damit? Ich brauche sie nicht. Ich weiss aber auch nicht, wohin ich sie geben kann. In die Toilette ja wohl kaum. Und in den Restmüll, ja wohl auch nicht. in die Apotheke? Ich kann ja mal vorbei gehen und fragen. Also: to do!

Und jetzt?
bin ich früh dran für die Arbeit. Aber noch nicht bereit. Mein iBook wird wahrscheinlich gleich ausgehen. Die Batterie auf 56% Der Akku etwas schwachbrüstig, auf seine alten Jahre. Aber ich halte zu ihm. Will versuchen, ihn aufzupeppeln. Mit Zurücksetzen der PMU (Power Management Unit) und dem Reset der Firmware.. Habe es einmal falsch gemacht (hatte die Tastenkombination gedrückt, ohne vorher auszuschalten) und einmal richtig. Und dann noch einmal das Herunterfahren in den Systemmodus: gemacht. Aber, leider. Nach fast 700 Ladezyklen, vielleicht kein Wunder. Aber: halte durch, kleines Gerät! Halte durch!!!!

Die Sonne scheint, auch heute. Es glitzert und brilliert... Also, auf. Ich muss. Ich weiss. Ich werde.
ibook_hkvam
hkvam hat noch das gleiche alte iBook Modell, also habe ich ihr Foto mal, stellvertretend, ausgewählt.

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Da muss ich erst noch einmal überlegen :)

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